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Zilllertalbahn 2020+ energieautonom mit Wasserstoff

Die Strategie Tirols bis zum Jahr 2050 energieautonom zu werden ist auf dem Weg. Politik und Wirtschaft arbeiten an der schrittweisen Realiserung dieses Ziels. Das Green Energy Center Europe in Innsbruck ist dabei strategischer Partner und Katalysator wenn es darum geht grünen Wasserstoff als Brücke für die Energiewende einzusetzen und voranzutreiben. Die vom Aufsichtsrat der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG beschlossene Umstellung der Bahn, – als erste Schmalspurbahn weltweit – ist ein mutiger Schritt und zugleich ein Leuchtturmprojekt, das diese touristische Weltmarke als Wasserstoffregion, nun auch aus energieökologischer Sicht in den internationalen Focus rückt.

Aufsichtsratsvorsitzender NR Franz Hörl: „Ich habe vor 2 Jahren die Verantwortung über die Zillertalbahn übernommen und für mich war klar, Elektrifizierung natürlich ja, weg vom Diesel. Aber die Elektrifizierung kann nicht mit einer herkömmlichen Stromleitung durchs Zillertal erfolgen, sondern wir setzen auf Wasserstoff, weil wir im Zillertal auch die großen Kraftwerke in den einzelnen Seitentälern haben. Der Verbund betreibt große Kraftwerke. Für mich war klar, diese nachhaltige grüne Energie in Form von Wasserstoff speichern und mit Wasserstoff dann wieder die elektrische Energie abrufen, das muss die Technik sein. Wir sind inzwischen so weit, dass wir hier an die Auftragsvergabe gehen können

Und so ist es jetzt auch. Grüner Wasserstoff wird in Mayrhofen im Zillertal erzeugt und zur Betankung der Züge bereit gestellt. Für die Zillertaler Verkehsbetriebe AG bedeutet dies gleichzeitig auch eine Einsparung 800.000 l Diesel und eine Reduktion von 2,2 Mio kg CO2 Ausstoß im Jahr. Bis 2022 soll das Projekt realisiert werden, das auf der rund 32 km langen Bahnstrecke zwischen Mayrhofen und Jenbach für einen geräusch- und emissionslosen Taktverkehr sorgen wird. So ist man auch im Sinne der Fahrgäste für die Zukunft gerüstet

Geschäftsführer Dipl.-Ing. Helmut Schreiner: „Die Fahrgastzahlen sind so, dass sie sehr stark steigen, sowohl im touristischen als auch im Pendlerbereich. Man wird die Fahrzeuge auch entsprechend mit Möglichkeiten des Schitransportes ausstatten, Fahrradtransport usw, aber natürlich auch mit Focus auf den raschen und sicheren Pendlertransport von Mayrhofen nach Jenbach und Weiterbeförderung im Inntal“

Das Wasserstoff-Projekt Zillertal, das zusammen mit den Experten des Green Energy Centers Europe entwickelt und mit viel Respekt und Verantwortungsgefühl umgesetzt wird, ist ein weiterer konsequenter Schritt in Tirol, die eigenen Ressourcen bestmöglich zu nutzen, neue Strategien zu entwickeln und damit auch neue Wege zu gehen.

Stv. Josef Geisler: „Mit Wasserstoff haben wir die Möglichkeit die Energieversorgung dezentral zu gestalten aber weitere Möglichkeiten für die Energiespeicherung. Die Mobilität ist ein Beispiel, wo wir den Wasserstoff in Zukunft sehr sinnvoll und vernünftig auch einsetzen können“.

Begonnen hat man im Green Energy Center Europe damit Wasserstoff Autos für die Wasserstoffautobahnen und zugleich für die ersten grünen Korridore in Mitteleuropa einzusetzen.
Dass die Umstellung auf Wasserstoff auch in der Industrie machbar ist, beweist man zusammen mit der Firma Mpreis im Rahmen eines gemeinsamen EU Projektes. In Völs wird Europas größter Elektrolyseur zur Umwandlung von grünem Strom in Wasserstoff gebaut. Auf dieses Projekt schaut ganz Europa, wird doch diese Anlage unter wirtschaftlichen Aspekten realisiert und damit bewiesen, dass die Umstellung von fossiler auf saubere Energie auch ein absoluter Business-Case für die Zukunft ist.
Das 1. Wasserstoff-Forum – Anfang 2018 in Innsbruck – hat eindrucksvoll aufgezeigt, wie groß der Bedarf an derartigen neuen Strategien ist.

LH Stvin Ingrid Felipe: „Die bewussten Bürgerinnen und Bürger fragen nach, wie stehen wir, um die fossilen Treibstoffe, also von Diesel auf alternative Energien umzustellen. Es ist daher sehr wichtig, dass sich heute in Innsbruck sehr viele Experten treffen, um Erfahrungen mit Wasserstoff und alternativen Antriebsformen im öffentlichen Verkehr auszutauschen“.

Und gerade im öffentlichen Verkehr gibt es bereits Erfahrungen, beispielsweise mit dem Einsatz von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Bussen, die auf die regionalen Bedürfnisse anzupassen sind. So gilt es auch für die Experten des Green Energy Centers Europe dran zu bleiben und die Strategien und Projekte für eine grüne Industrie und die Mobilität der Zukunft voran zu treiben.

Dipl.-Ing. Nikolaus Fleischhacker (MSc): „Das Green Energy Center steht dafür, Brücken in eine grüne Mobilitätszukunft zu bauen. Das heißt mit unseren Partnern, das sind große Firmenpartner, Industriepartner, aber auch kleine Startups. Mit denen entwickeln wir Lösungen, um von der fossilen Welt, die von Öl, Kohle Gas betrieben wird, in eine grüne Welt zu kommen, die mit Sonne Wind – und vor allem hier in Tirol – mit Wasser funktioniert. Tirol nimmt damit in der Strategieentwicklung in Europa einen besonderen Stellenwert ein. Das wurde auch beim 1. Wasserstoff Forum in Innsbruck eindrucksvoll bestätigt“.

Dr. Ernst Fleischhacker: „Das 1. Tiroler Wasserstofforum war ein Meilenstein nicht nur für Tirol, sondern auch für Österreich und Zentraleuropa, weil jetzt auch das erste Mal europäische Experten sich mit ihren Erfahrungswelten – speziell im H2-Busbereich – mit unserer Ressourcenbewirtschaftungswelt getroffen haben. Das sind also zwei verschiedene Ansätze, die sich heute hier in Tirol getroffen haben und daher ein Meilenstein für Österreich und Zentraleuropa“.

Zillertalbahn 2020+
BUILDING BRIDGES TOWARDS A GREEN FUTURE
Green Energy Center Europe
www.green-energy-center.com